Vorwort
Liebe Energiemaklerinnen und Energiemakler,
der September hat gezeigt, wie schnell sich die Stimmung am Energiemarkt wieder verändern kann. Noch vor wenigen Monaten deuteten viele Entwicklungen auf eine schrittweise Beruhigung hin. Ende September ist das Bild deutlich anspruchsvoller: Die europäischen Gaspreise sind stark gestiegen, die deutschen Gasspeicher gehen mit vergleichsweise niedrigen Füllständen in die Heizperiode und die anhaltenden geopolitischen Spannungen beeinflussen die globalen LNG-Ströme.
Trotzdem ist die Situation nicht mit der Energiekrise 2022 gleichzusetzen. Deutschland verfügt heute über breitere Importmöglichkeiten, eigene LNG-Terminals und ein deutlich diversifizierteres Beschaffungsportfolio. Die Gasimporte sind stabil und die Bundesnetzagentur bewertet die Versorgungslage weiterhin als gesichert.
Genau darin liegt die zentrale Botschaft dieser Ausgabe: Versorgungssicherheit und Preisstabilität sind zwei unterschiedliche Dinge.
Auch wenn ausreichend Energie verfügbar ist, können knappe globale LNG-Mengen, geopolitische Risiken, Speicherstände und steigende Beschaffungskosten die Preise deutlich bewegen. Das sehen wir inzwischen wieder in vielen Angeboten für Gewerbe- und Industriekunden.
Für Sie als Energiemakler bedeutet das: Kunden brauchen jetzt weder Panik noch vermeintlich sichere Preisprognosen. Sie brauchen eine realistische Einschätzung ihrer Situation, eine passende Laufzeitstrategie und einen Partner, der erklären kann, warum ein heute verfügbares Angebot morgen bereits anders aussehen kann.
Gerade in einem solchen Markt wird professionelle Energieberatung besonders wertvoll.
Herzliche Grüße
Alexander Schießl

Alexander Schießl
Inhalte
Branchen-News: Der Winter rückt näher – niedrige Speicherstände, hohe Gaspreise und neue Unsicherheit im LNG-Markt

Der September hat die Risikowahrnehmung am europäischen Energiemarkt deutlich verändert.
Besonders aufmerksam beobachtet werden die deutschen Gasspeicher. Ende September liegt ihr Füllstand bei rund 57 Prozent und damit auf einem für diese Jahreszeit ungewöhnlich niedrigen Niveau. Gleichzeitig meldet die Bundesnetzagentur stabile Gasimporte. Allein vom 20. bis 26. September wurden über Pipelines 15,2 TWh und über deutsche LNG-Terminals weitere 1,8 TWh importiert.
Das ist eine wichtige Unterscheidung.
Ein niedriger Speicherstand bedeutet nicht automatisch, dass Deutschland zu wenig Gas hat. Die Speicher sind nur ein Bestandteil der Versorgung. Pipelineimporte aus verschiedenen Ländern, LNG-Terminals und internationale Beschaffungsmöglichkeiten bilden gemeinsam das Versorgungssystem.
Deutschland ist damit heute wesentlich breiter aufgestellt als zu Beginn der Energiekrise 2022.
Trotzdem erhöhen niedrige Speicherstände die Empfindlichkeit des Marktes. Ein ungewöhnlich kalter Winter, zusätzliche Lieferausfälle oder eine weitere Verschärfung geopolitischer Konflikte könnten den Wettbewerb um verfügbare LNG-Mengen verstärken.
Genau dieses Risiko wird bereits an den Märkten eingepreist.
Europäische Gaspreise sind im Verlauf des Jahres deutlich gestiegen und lagen Ende September zeitweise über 80 Euro je Megawattstunde. Damit erreichten sie den höchsten Stand seit mehreren Jahren.
Ein wesentlicher Faktor bleibt die Lage im Nahen Osten.
Katar gehört zu den wichtigsten LNG-Produzenten der Welt. Durch die anhaltenden Störungen rund um die Straße von Hormus wurden die LNG-Exporte des Landes erheblich beeinträchtigt. Ende September verlängerte QatarEnergy Force-Majeure-Mitteilungen für mehrere Kunden. Gleichzeitig zeigen aktuelle Schiffsbewegungen, dass einzelne LNG-Transporte wieder zunehmen. Von einer vollständigen Normalisierung kann jedoch noch nicht gesprochen werden.
Für Europa bedeutet das: LNG muss stärker auf einem globalen Markt beschafft werden, auf dem europäische Käufer mit asiatischen Abnehmern konkurrieren.
Die Europäische Kommission hat die Mitgliedstaaten deshalb Ende September ausdrücklich auf die erhöhten Energiepreisrisiken hingewiesen. Gleichzeitig betont sie, dass Europa heute durch zusätzliche LNG-Kapazitäten, einen geringeren Gasverbrauch und den Ausbau erneuerbarer Energien widerstandsfähiger ist als während der Krise 2021/2022.
🔎 Was bedeutet das für Energiemakler?
💡 Unser Tipp
Schauen Sie bei Gewerbekunden künftig nicht nur auf Jahresverbrauch und Arbeitspreis. Lastgang, Leistungsspitzen und Verbrauchszeiten werden immer wichtiger.
Gerade bei größeren Stromkunden lohnt es sich, frühzeitig zu prüfen, wann Energie verbraucht wird und ob sich einzelne Lasten verschieben lassen. Wer diese Daten kennt, kann Veränderungen bei Tarifen und Netzentgelten besser einordnen und zusätzliche Einsparpotenziale erkennen.
Aus einem guten Strompreis wird zunehmend eine gute Stromstrategie.
Marktbewegungen & neue Dynamiken: Warum Versorgungssicherheit nicht automatisch Preisstabilität bedeutet

Die wichtigste Erkenntnis des Septembers lautet: Ein sicher versorgter Markt kann trotzdem teuer sein.
Energieversorger kalkulieren Angebote nicht ausschließlich auf Basis des heutigen Börsenpreises. Entscheidend ist, zu welchen Konditionen die benötigte Energiemenge für die gesamte Lieferperiode abgesichert werden kann.
Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen:
Gaspreise, Stromterminmärkte, CO₂-Kosten, Laufzeit, Verbrauchsprofil, Bonität, Mengenrisiko und die eigene Beschaffungsstrategie des Energieversorgers.
Gerade der hohe Gaspreis wirkt wieder stärker auf den Strommarkt.
In Stunden mit geringer Wind- und Solarproduktion werden flexible Kraftwerke benötigt. Sind Gaskraftwerke für die Deckung der zusätzlichen Nachfrage erforderlich, können hohe Gaspreise entsprechend auf den Strompreis wirken.
Die aktuelle Situation zeigt diesen Zusammenhang besonders deutlich. Aufgrund der stark gestiegenen europäischen Gaspreise sind Kohlekraftwerke teilweise wieder wirtschaftlicher als Gaskraftwerke. Marktanalysten erwarten deshalb in den kommenden Monaten eine Verschiebung der europäischen Stromerzeugung von Gas in Richtung Kohle.
Für Gewerbe- und Industriekunden entsteht dadurch eine schwierige Entscheidung.
Jetzt abschließen oder warten?
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort.
Ein Kunde, dessen Vertrag zum 31. Dezember 2026 endet, befindet sich in einer völlig anderen Situation als ein Unternehmen, das erst Ende 2027 neu beschaffen muss. Ebenso unterscheiden sich ein Betrieb mit 30.000 kWh Jahresverbrauch und ein RLM-Kunde mit mehreren Millionen Kilowattstunden erheblich in den möglichen Beschaffungsstrategien.
Deshalb sollte die Entscheidung nicht ausschließlich davon abhängen, ob jemand glaubt, dass der Markt morgen steigt oder fällt.
Wichtiger sind:
Vertragsende, Kündigungsfrist, aktuelles Preisniveau, Laufzeit, Risikobereitschaft, Verbrauchsstruktur und Planungssicherheit.
🔎 Was bedeutet das für Energiemakler?
👉 Nicht den perfekten Marktzeitpunkt versprechen. Stattdessen verschiedene Handlungsoptionen erklären.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch
„Niemand kann Ihnen heute garantieren, wo der Markt in vier Wochen steht. Wir können aber prüfen, ob das aktuelle Angebot zu Ihrem Unternehmen passt und welches Risiko Sie eingehen, wenn Sie weiter warten.“
Plattform & Prozesse: enermakler 3.0 – mehr Anbieter, mehr Tarifvielfalt und bessere Möglichkeiten für unterschiedliche Kundensegmente

Mit enermakler 3.0 beginnt für uns im Oktober die nächste Entwicklungsstufe unserer Plattform.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf einer deutlich breiteren Abdeckung unterschiedlicher Kundensegmente.
In der Vergangenheit lag eine unserer Stärken besonders bei größeren Gewerbe- und Industriekunden. Gleichzeitig waren kleinere Gewerbekunden und Haushaltskunden tariflich nicht in derselben Breite abbildbar.
Genau das verändert sich mit der neuen Plattform.
Durch eine größere Zahl angebundener Energieversorger und eine breitere Tariflandschaft sollen künftig deutlich mehr Verbrauchsbereiche direkt über enermakler bearbeitet werden können – vom kleineren Strom- oder Gaskunden bis hin zur individuellen Ausschreibung für größere Gewerbe- und Industriekunden.
Das ist gerade im aktuellen Markt wichtig.
Denn nicht jeder Energieversorger kalkuliert jeden Kunden gleich. Manche Anbieter sind in bestimmten Verbrauchssegmenten besonders attraktiv, andere konzentrieren sich auf größere Gewerbekunden oder bestimmte Laufzeiten und Regionen.
Je breiter die verfügbare Anbieterlandschaft ist, desto besser können unterschiedliche Kundenprofile berücksichtigt werden.
Gleichzeitig bleibt die Datenqualität entscheidend.
Eine größere Tarifauswahl ersetzt keine vollständigen Kundendaten. Verbrauch, Lieferstelle, Vertragsende, Kündigungsfrist und bei größeren Kunden Lastgänge müssen weiterhin sauber erfasst werden.
➡️ Die Übergabe der neuen Systemlandschaft ist voraussichtlich für die zweite Oktoberwoche vorgesehen.
🔎 Was das für Energiemakler bedeutet
👉 Mehr Tarifvielfalt eröffnet neue Möglichkeiten – gleichzeitig wird die richtige Zuordnung des Kunden zum passenden Produkt wichtiger.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Nicht jeder Kunde braucht eine Ausschreibung. Nicht jeder Kunde passt in einen Standardtarif. Entscheidend ist, für Verbrauch, Laufzeit und Kundenprofil den passenden Beschaffungsweg zu wählen.“
Netzentgelte & Regulierung – Bundeszuschuss, AgNes, Smart Meter und die neue Logik der Stromkosten

Bundeszuschuss, AgNes, Smart Meter und die neue Logik der Stromkosten
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
Bei den Netzentgelten laufen derzeit zwei Entwicklungen parallel.
Kurzfristig will die Bundesregierung die Stromkunden weiter entlasten. Das Bundeskabinett hat Anfang September einen Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten von jährlich 5,525 Milliarden Euro für die Jahre 2027 bis 2029 beschlossen. Für 2026 beträgt der Zuschuss 6,5 Milliarden Euro. Der Gesetzentwurf muss das parlamentarische Verfahren noch durchlaufen.
Langfristig geht es jedoch um wesentlich mehr als einen Zuschuss.
Mit dem Verfahren AgNes – Allgemeine Netzentgeltsystematik Strom arbeitet die Bundesnetzagentur an einer grundlegenden Reform der deutschen Netzentgeltsystematik.
Die Konsultation des vollständigen Festlegungsentwurfs endete am 18. September. Die Bundesnetzagentur beabsichtigt weiterhin, die Festlegung noch 2026 zu beschließen.
Für Gewerbe- und Industriekunden ist diese Entwicklung besonders relevant.
Die Stromrechnung der Zukunft soll stärker berücksichtigen, wann, wie und mit welcher Leistung Strom aus dem Netz bezogen wird. Flexibilität und netzdienliches Verbrauchsverhalten gewinnen damit perspektivisch an Bedeutung.
Damit werden Lastgänge zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor.
Ein weiterer Baustein dafür sind intelligente Messsysteme.
Zum 30. Juni 2026 waren von rund 54,1 Millionen Messlokationen in Deutschland 3,17 Millionen mit intelligenten Messsystemen ausgestattet. Das entspricht 5,9 Prozent. Die Bundesnetzagentur betont dabei insbesondere die zuverlässige Erfassung und Übermittlung von Viertelstundenwerten.
Für die Energieberatung bedeutet das langfristig einen Wandel.
Bisher wurde bei vielen Kunden hauptsächlich gefragt: Wie viel Strom verbrauchen Sie?
Künftig wird immer wichtiger: Wann verbrauchen Sie ihn?
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Bei Stromkosten wird künftig nicht nur die Jahresmenge wichtiger, sondern auch der Zeitpunkt des Verbrauchs. Wer seine Lasten besser kennt und steuern kann, bekommt zusätzliche Möglichkeiten zur Optimierung.“
🔎 Was das für Energiemakler bedeutet
👉 Verbrauchsdaten werden vom Verwaltungsdatum zum Beratungsinstrument.
🧭 Europa-Radar: LNG, Hormus und warum Europas Energiepreise wieder stärker vom Weltmarkt abhängen

Die europäische Energieversorgung hat sich seit 2022 grundlegend verändert.
Europa ist heute wesentlich weniger von einzelnen Pipelineverbindungen abhängig. Gleichzeitig ist dadurch die Bedeutung des globalen LNG-Marktes gestiegen.
Genau diese neue Abhängigkeit wird aktuell sichtbar.
Durch die anhaltenden Störungen rund um die Straße von Hormus sind LNG-Lieferungen aus Katar stark eingeschränkt. QatarEnergy hat Ende September Force-Majeure-Mitteilungen für verschiedene Kunden verlängert. Gleichzeitig zeigen erste Tankerbewegungen, dass wieder mehr LNG-Schiffe die Region passieren.
Für Europa entsteht daraus ein neuer Wettbewerb.
LNG kann grundsätzlich weltweit verkauft werden. Europäische Käufer konkurrieren deshalb unter anderem mit asiatischen Märkten um verfügbare Ladungen.
Steigt die Nachfrage oder fällt ein großer Produzent teilweise aus, reagiert der Preis entsprechend.
Die Europäische Union ist damit zwar infrastrukturell robuster geworden, aber stärker mit dem Weltmarkt verbunden.
Die EU-Kommission hat Ende September darauf hingewiesen, dass Europa heute besser vorbereitet ist als zu Beginn der vergangenen Energiekrise. Gleichzeitig bleibt die hohe Importabhängigkeit beim Gas ein wirtschaftliches Risiko.
Für deutsche Gewerbe- und Industriekunden wirkt ein Konflikt Tausende Kilometer entfernt deshalb weiterhin bis in die Beschaffungspreise hinein.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Deutschland bezieht sein Gas heute aus deutlich mehr Quellen als früher. Das erhöht die Versorgungssicherheit. Gleichzeitig bedeutet mehr LNG aber auch, dass globale Ereignisse schneller auf unsere Preise wirken können.“
🔎 Was bedeutet das für Energiemakler?
Praxis: Kundenfragen & Einwände im September

Unberechenbare Marktphasen verunsichern Unternehmen: Während Entscheidungen aufgeschoben werden, treffen Meldungen über negative Börsenpreise, steigende Energiekosten, schwankende Speicherstände und neue Entlastungen aufeinander.
Die folgenden Fragen begegnen Energiemaklern deshalb derzeit besonders häufig.
Die folgenden Fragen begegnen Energiemaklern deshalb derzeit besonders häufig.
1. „Die Speicher sind nur zu rund 57 Prozent gefüllt. Müssen wir uns Sorgen machen?“
Antwort: Nein, daraus lässt sich derzeit keine akute Versorgungskrise ableiten. Deutschland verfügt über stabile Pipelineimporte, LNG-Terminals und eine wesentlich breitere Beschaffungsstruktur als 2022. Die Bundesnetzagentur bewertet die Gasversorgung weiterhin als stabil.Niedrige Speicherstände erhöhen allerdings die Sensibilität gegenüber einem kalten Winter oder weiteren Lieferstörungen.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Die Versorgung ist aktuell gesichert. Die Speicherstände erhöhen aber das Preisrisiko für den Winter.“
„Die Versorgung ist aktuell gesichert. Die Speicherstände erhöhen aber das Preisrisiko für den Winter.“
2. „Warum ist Gas wieder so teuer?“
Antwort: Mehrere Faktoren wirken gleichzeitig: geopolitische Risiken, eingeschränkte LNG-Lieferungen aus dem Nahen Osten, die Speicherbefüllung vor dem Winter und der globale Wettbewerb um verfügbare LNG-Mengen.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Gas ist ausreichend verfügbar, aber die Beschaffung ist international wieder deutlich umkämpfter geworden.“
3. „Soll ich meinen Vertrag für 2027 jetzt abschließen oder noch warten?“
Antwort: Diese Frage kann niemand seriös pauschal beantworten.
„Gas ist ausreichend verfügbar, aber die Beschaffung ist international wieder deutlich umkämpfter geworden.“
3. „Soll ich meinen Vertrag für 2027 jetzt abschließen oder noch warten?“
Antwort: Diese Frage kann niemand seriös pauschal beantworten.
Warten bedeutet immer auch, auf eine günstigere Marktentwicklung zu setzen. Gleichzeitig kann sich der Markt durch geopolitische Ereignisse innerhalb kurzer Zeit verändern.
Entscheidend sind deshalb Vertragsende, aktuelles Angebot, Risikobereitschaft und Planungssicherheit des Unternehmens.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Wir können den Tiefpunkt des Marktes nicht vorhersagen. Wir können aber beurteilen, ob der heutige Preis für Ihr Unternehmen wirtschaftlich vertretbar ist und welches Risiko Sie beim Warten eingehen.“
4. „Warum unterscheiden sich Angebote der Energieversorger so stark?“
Antwort: Weil Energieversorger unterschiedlich beschaffen und unterschiedliche Kundengruppen bevorzugen.
Antwort: Weil Energieversorger unterschiedlich beschaffen und unterschiedliche Kundengruppen bevorzugen.
Bonität, Verbrauchsmenge, Lastprofil, Branche, Vertragslaufzeit und gewünschter Lieferbeginn können deshalb bei zwei Versorgern zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Der Marktpreis ist nur eine Grundlage. Jeder Energieversorger bewertet Ihr Verbrauchsprofil und sein eigenes Beschaffungsrisiko unterschiedlich.“
5. „Sinken meine Stromkosten 2027 durch den Bundeszuschuss automatisch?“
Antwort: Der geplante Bundeszuschuss soll die Übertragungsnetzkosten dämpfen. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass die gesamte Stromrechnung eines Kunden automatisch in gleicher Höhe sinkt. Beschaffung, regionale Netzentgelte, Steuern, Umlagen und das Verbrauchsprofil wirken weiterhin auf den Gesamtpreis. Der Zuschuss für 2027 bis 2029 befindet sich zudem noch im Gesetzgebungsverfahren.
Antwort: Der geplante Bundeszuschuss soll die Übertragungsnetzkosten dämpfen. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass die gesamte Stromrechnung eines Kunden automatisch in gleicher Höhe sinkt. Beschaffung, regionale Netzentgelte, Steuern, Umlagen und das Verbrauchsprofil wirken weiterhin auf den Gesamtpreis. Der Zuschuss für 2027 bis 2029 befindet sich zudem noch im Gesetzgebungsverfahren.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Der Zuschuss kann einen Teil der Stromkosten dämpfen. Entscheidend bleibt aber Ihre gesamte Kostenstruktur.“
🔎 Was das für Energiemakler bedeutet
👉 Kunden benötigen momentan weniger Schlagzeilen und mehr Einordnung. Die entscheidende Aufgabe besteht darin, aus vielen teilweise widersprüchlichen Informationen eine nachvollziehbare Entscheidung für das jeweilige Unternehmen abzuleiten.
Inside enermakler: Makler Mindset – Entscheidungen begleiten, wenn niemand den perfekten Zeitpunkt kennt

