Vorwort
Liebe Energiemaklerinnen und Energiemakler,
der Mai hat gezeigt, wie schnell sich die Stimmung am Energiemarkt verändern kann. Geopolitische Unsicherheiten, steigende Beschaffungskosten und eine spürbar zurückhaltendere Kalkulationsbereitschaft vieler Energieversorger haben den Markt geprägt.
Zahlreiche Energieversorger haben Ausschreibungen vorsichtiger bewertet, unsichere Kundenaufträge oder ihre Preise angehoben. Gleichzeitig haben viele Kunden ihre Entscheidungen vertagt und auf weitere Marktbewegungen gewartet.
Gerade in solchen Marktphasen zeigt sich der wahre Wert eines Energiemaklers. Kunden benötigen Orientierung, Marktverständnis und einen Partner, der Entwicklungen verständlich einordnet.
Für Sie als Energiemakler liegt genau darin die Chance, Vertrauen aufzubauen und langfristige Kundenbeziehungen zu stärken.

Alexander Schießl
Inhalte
Branchen-News: Marktturbulenzen im Mai, Iran-Krise, steigende Beschaffungskosten und vorsichtigere Kalkulationen der Energieversorger

Der Mai 2026 war einer der unruhigsten Monate seit Beginn des Jahres. Nachdem viele Marktteilnehmer zu Jahresbeginn noch von einer schrittweisen Entspannung ausgegangen waren, sorgten die geopolitischen Entwicklungen rund um den Iran erneut für erhebliche Unsicherheit an den Energiemärkten. Die Folge waren steigende Gaspreise, höhere Risikozuschläge und eine deutlich vorsichtigere Kalkulationsbereitschaft vieler Energieversorger.
Besonders spürbar war dies im Gewerbekundenbereich. Zahlreiche Energieversorger haben ihre Angebote kurzfristig angepasst, Angebotslaufzeiten verkürzt oder Ausschreibungen deutlich restriktiver bewertet. Während Anfang des Jahres noch vielfach aggressive Neukundenkonditionen angeboten wurden, steht inzwischen wieder das Risikomanagement im Vordergrund.
Ein wesentlicher Auslöser bleibt die Unsicherheit rund um die internationalen Energie- und LNG-Märkte. Bereits die Diskussion um mögliche Störungen wichtiger Transportwege führte dazu, dass Gas- und Strompreise an den Großhandelsmärkten deutlich sensibler auf politische Nachrichten reagieren als noch vor wenigen Monaten. Da Gaskraftwerke weiterhin häufig den Strompreis bestimmen, wirken sich steigende Gaspreise unmittelbar auf viele Stromangebote aus.
Zusätzlich zeigt sich eine weitere Entwicklung: Die Unterschiede zwischen den Energieversorgern werden größer. Während einige Anbieter weiterhin aktiv Marktanteile gewinnen möchten, kalkulieren andere deutlich konservativer oder ziehen sich teilweise aus bestimmten Kundensegmenten zurück. Dadurch entstehen spürbar größere Preisunterschiede zwischen einzelnen Angeboten.
👉 Für Energiemakler bedeutet das vor allem eines: Marktkenntnis wird wichtiger als reine Tarifvergleiche. Kunden erwarten zunehmend eine Einschätzung der Marktlage und Orientierung bei der Frage, ob ein Angebot heute bereits attraktiv ist oder ob weiteres Abwarten sinnvoll erscheint.
🔎 Was bedeutet das für Energiemakler?
Volatile Märkte schaffen Unsicherheit bei Kunden – und genau dadurch steigt der Wert professioneller Energieberatung. Wer Marktbewegungen verständlich erklärt, Preisentwicklungen einordnet und Orientierung bietet, wird auch in schwierigen Marktphasen Vertrauen aufbauen, Kunden langfristig binden und erfolgreich Abschlüsse erzielen.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Der Markt wird aktuell nicht von einer Versorgungskrise getrieben, sondern von Unsicherheit. Genau deshalb kalkulieren viele Energieversorger heute deutlich vorsichtiger als noch zu Jahresbeginn.“
💡 Unser Tipp
Nutzen Sie die aktuelle Unsicherheit aktiv im Kundengespräch. Gerade in volatilen Marktphasen suchen Kunden nicht den billigsten Anbieter, sondern einen verlässlichen Ansprechpartner, der Entwicklungen verständlich einordnen kann.
Marktbewegungen & neue Dynamiken: Konsolidierung im Energiemarkt verändert die Spielregeln

Der deutsche Energiemarkt befindet sich weiterhin in einer Phase der Konsolidierung. Ein aktuelles Beispiel ist die angekündigte Übertragung des Kundengeschäfts der Respect Energy GmbH auf die meistro Energie GmbH zum 01.07.2026.
Für Endkunden bleibt die Versorgung unverändert bestehen. Für Energiemakler ergeben sich jedoch neue Fragestellungen.
Bereits heute zeigt sich in einzelnen Fällen, dass Kunden, die ursprünglich über Respect Energy beliefert wurden, bei neuen Ausschreibungen von meistro nicht mehr als Neukunden eingestuft werden. Hintergrund ist die Übernahme des Kundenbestandes einschließlich der zugehörigen Vertrags- und Kundendaten.
Die ersten Ablehnungen aufgrund bestehender Kundenbeziehungen wurden bereits ausgesprochen.
Für Energiemakler bedeutet das konkret:
👉 Mehr Vorprüfung vor der Ausschreibung – bestehende Lieferverhältnisse und frühere Vertragsbeziehungen werden wichtiger.
👉 Weniger Anbieter pro Ausschreibung – nicht jeder Energieversorger steht automatisch für jeden Kunden zur Verfügung.
👉 Höherer Beratungsaufwand – Ablehnungen müssen erklärt und alternative Lösungen gefunden werden.
👉 Mehr Marktkenntnis erforderlich – wer Übernahmen, Fusionen und Bestandsübergänge kennt, kann Ausschreibungen gezielter steuern.
👉 Stärkere Bedeutung der Anbieterstrategie – neben Preis und Laufzeit gewinnen Annahmerichtlinien und Bestandspolitik der Energieversorger an Bedeutung.
🔎 Was bedeutet das für Energiemakler?
Die Zeiten, in denen Energieversorger ausschließlich um Neukunden geworben haben, verändern sich zunehmend. Marktkonsolidierungen führen dazu, dass Kundenbestände strategisch wertvoller werden und bestehende Kundenbeziehungen stärker berücksichtigt werden.
Für Energiemakler wird deshalb nicht nur der Preisvergleich wichtiger, sondern vor allem das Verständnis darüber, welcher Energieversorger welchen Kunden überhaupt noch als Neukunden betrachtet.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch
„Nicht jede Ablehnung hat etwas mit Bonität oder Verbrauch zu tun. Aktuell spielen auch bestehende Kundenbeziehungen und übernommene Vertragsbestände eine Rolle.“
Plattform & Prozesse: Die Plattform ist zurück im Vollbetrieb mit klarem Fokus auf Geschwindigkeit, Transparenz und Maklererfolg

Die vergangenen Wochen standen bei enermakler ganz im Zeichen der technischen Stabilisierung und Weiterentwicklung unserer Plattform.
Nach den umfangreichen Migrations- und Optimierungsarbeiten konnten die wesentlichen Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden. Der Fokus liegt nun wieder vollständig auf dem operativen Betrieb, der Unterstützung unserer Makler sowie der kontinuierlichen Verbesserung von Geschwindigkeit und Transparenz innerhalb der Plattform.
Besonders wichtig war uns dabei, nicht nur technische Herausforderungen zu lösen, sondern die Grundlage für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Die neue Systemlandschaft ermöglicht es uns, Prozesse künftig deutlich effizienter abzubilden und neue Funktionen schneller bereitzustellen.
Parallel dazu arbeiten wir kontinuierlich an der Integration weiterer Energieversorger, der Optimierung von Ausschreibungsprozessen sowie an der Weiterentwicklung unserer Abrechnungs- und Verwaltungsfunktionen.
Unser Ziel bleibt unverändert:
👉 weniger Verwaltungsaufwand für Makler
👉 schnellere Bearbeitungszeiten
👉 mehr Transparenz bei Ausschreibungen und Abrechnungen
👉 bessere Unterstützung im Tagesgeschäft
👉 eine stabile Plattform für weiteres Wachstum
➡️ Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig eine leistungsfähige technische Infrastruktur im Energiemarkt geworden ist. Gerade in Phasen hoher Marktbewegungen benötigen Makler schnelle Prozesse, zuverlässige Daten und einen Partner, der handlungsfähig bleibt.
🔎 Was das für Energiemakler bedeutet
Eine stabile Plattform schafft Sicherheit im Tagesgeschäft. Weniger Verwaltungsaufwand, schnellere Prozesse und mehr Transparenz bedeuten mehr Zeit für Beratung, Kundengewinnung und Abschlüsse. Genau dort entsteht langfristig Ihr Erfolg.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Im Hintergrund arbeiten wir kontinuierlich daran, Prozesse schneller, transparenter und effizienter zu gestalten – damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: Ihre Kunden.“
Netzentgelte & Regulierung – Steigende Netzkosten, neue Regulierung und die Zukunft der Stromrechnung

Während viele Kunden vor allem auf den Energiepreis schauen, entwickelt sich ein anderer Kostenblock zunehmend zum entscheidenden Faktor der Stromrechnung: die Netzentgelte.
Der Ausbau der Stromnetze, die Integration erneuerbarer Energien, Batteriespeicher, Elektromobilität und die zunehmende Elektrifizierung von Industrie und Haushalten erfordern enorme Investitionen in die Infrastruktur. Diese Kosten werden über die Netzentgelte finanziert und machen mittlerweile einen erheblichen Anteil der gesamten Energiekosten aus.
Für viele Kunden ist dies zunächst schwer nachvollziehbar. Denn selbst wenn sich die Beschaffungspreise an den Energiemärkten entspannen, bedeutet dies nicht automatisch eine entsprechend niedrigere Stromrechnung. Die eigentliche Herausforderung liegt zunehmend in den Strukturkosten des Energiesystems.
Hinzu kommt, dass die Bundesnetzagentur und die Politik intensiv über die zukünftige Finanzierung der Netzinfrastruktur diskutieren. Themen wie dynamische Netzentgelte, die stärkere Einbindung von Speichern sowie die Rolle von Photovoltaikanlagen werden den Markt auch in den kommenden Jahren begleiten.
Industriestandort Deutschland: Netzentgelte werden zum Wettbewerbsfaktor:
Lange Zeit standen bei Energiekosten vor allem die eigentlichen Strom- und Gaspreise im Fokus. Mittlerweile rücken jedoch die Netzentgelte zunehmend in den Mittelpunkt wirtschaftlicher Entscheidungen.
Auf dem energate-Forum in Essen wurde deutlich, dass Netzanschlussmöglichkeiten und Industriestromnetzentgelte für viele Unternehmen inzwischen zu entscheidenden Standortfaktoren geworden sind. Die Frage lautet nicht mehr ausschließlich: „Wie teuer ist Energie?“, sondern zunehmend: „Zu welchen Gesamtkosten kann Energie dauerhaft bereitgestellt werden?“
Gerade energieintensive Unternehmen beobachten diese Entwicklung mit Sorge. Während andere Länder gezielt um Industrieansiedlungen werben und teilweise deutlich günstigere Energie- und Infrastrukturkosten bieten, steigen in Deutschland die Anforderungen an Netzausbau, Versorgungssicherheit und Infrastrukturfinanzierung kontinuierlich.
Die Diskussion zeigt deutlich: Die Energiewende ist längst nicht mehr nur ein ökologisches Thema. Sie wird zunehmend zu einer wirtschaftlichen Frage und damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für den Industriestandort Deutschland.
Energiewende zwischen Klimazielen und Wirtschaftlichkeit:
Wie komplex die Transformation des Energiesystems mittlerweile geworden ist, zeigt auch ein aktuelles Beispiel aus Berlin.
Die Berliner Energie und Wärme (BEW) hat angekündigt, ihre ursprünglich geplanten Holzheizkraftwerke vorerst nicht weiter auszubauen. Hintergrund sind wirtschaftliche, regulatorische und ökologische Diskussionen rund um die langfristige Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit von Biomasse.
Der Vorgang verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die Energiewende aktuell steht. Während der Ausstieg aus fossilen Energieträgern politisch gewollt ist, müssen neue Versorgungskonzepte gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig, technisch umsetzbar und langfristig verfügbar sein.
Für Unternehmen und Energieverbraucher wird damit deutlich: Der Umbau der Energieversorgung bleibt komplexer und kostenintensiver als ursprünglich erwartet. Viele Projekte müssen neu bewertet werden. Investitionen verschieben sich, Planungen werden angepasst und die Finanzierung der notwendigen Infrastruktur bleibt eine der größten Aufgaben der kommenden Jahre.
Für Unternehmen bedeutet dies vor allem eines: Die Gesamtkosten für Energie hängen längst nicht mehr ausschließlich vom Energiepreis ab. Wer Energiekosten nachhaltig optimieren möchte, muss zunehmend die gesamte Kostenstruktur betrachten.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch
„Der Energiepreis wird am Markt gemacht. Die Stromrechnung entsteht durch Energiepreis, Netzentgelte und staatliche Kostenbestandteile gemeinsam.“
🔎 Was das für Energiemakler bedeutet
➡️ Die reine Tarifberatung reicht immer seltener aus. Kunden erwarten zunehmend eine ganzheitliche Einordnung ihrer Energiekosten. Wer nicht nur Preise vergleicht, sondern auch Kostenstrukturen, regulatorische Entwicklungen und langfristige Trends verständlich erklärt, positioniert sich als Berater und nicht als Tarifvermittler. Genau darin liegt künftig einer der größten Wettbewerbsvorteile für erfolgreiche Energiemakler.
🧭 Europa-Radar: BRÜSSEL & ENERGIE 2026

Strommarktreform, Versorgungssicherheit und die Zukunft des europäischen Energiemarktes:
Während die Energiemärkte im Mai erneut von geopolitischen Unsicherheiten geprägt wurden, arbeitet die Europäische Union weiterhin an langfristigen Lösungen, um extreme Preisschwankungen künftig besser abzufedern und die Versorgungssicherheit zu stärken.
Im Mittelpunkt steht dabei die europäische Strommarktreform. Ziel ist es, Investitionen in erneuerbare Energien zu fördern, die Preisstabilität zu erhöhen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft langfristig zu sichern.
Ein zentrales Instrument sind die sogenannten Contracts for Difference (CfDs). Diese sollen künftig dafür sorgen, dass Betreiber von Wind- und Solaranlagen kalkulierbare Einnahmen erhalten und gleichzeitig extreme Marktpreisspitzen für Verbraucher und Unternehmen reduziert werden.
Die Richtung in Brüssel wird immer deutlicher:
👉 mehr Preisstabilität
👉 mehr Planungssicherheit
👉 stärkere Absicherung von Investitionen
👉 weniger extreme Marktbewegungen
Europa versucht dabei nicht, Energie dauerhaft billig zu machen. Das Ziel besteht vielmehr darin, Energiepreise langfristig planbarer und berechenbarer zu gestalten.
Uniper vor der Rückkehr in den Privatmarkt:
Ein weiteres Signal für die Entwicklung des europäischen Energiemarktes liefert aktuell Uniper.
Mit dem gestarteten Verkaufsprozess beginnt die schrittweise Rückkehr des Unternehmens in private Hände. Nachdem der Bund Uniper während der Energiekrise stabilisieren musste, soll der Staatsanteil nun wieder reduziert werden.
Die Entwicklung zeigt, dass die Folgen der Energiekrise noch längst nicht vollständig aufgearbeitet sind. Versorgungssicherheit, staatliche Eingriffe und Marktstabilität bleiben weiterhin zentrale Themen der europäischen Energiepolitik.
Gleichzeitig verdeutlicht der Fall Uniper, wie eng Energieversorgung und staatliche Verantwortung mittlerweile miteinander verbunden sind. Die Energiekrise hat gezeigt, dass funktionierende Energiemärkte nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine strategische Bedeutung besitzen.
Europas Energiewende zwischen Wettbewerb und Versorgungssicherheit:
Auch bei den erneuerbaren Energien wird die europäische Energiepolitik zunehmend von geopolitischen Fragen beeinflusst.
Aktuell wird intensiv darüber diskutiert, welche Rolle chinesische Hersteller beim Ausbau der europäischen Energieinfrastruktur spielen sollen. Hintergrund ist der zunehmende Markteintritt chinesischer Windkraftanlagenhersteller in Europa.
Befürworter sehen darin die Chance, den Ausbau erneuerbarer Energien schneller und kostengünstiger voranzutreiben. Kritiker warnen dagegen vor neuen technologischen Abhängigkeiten bei kritischer Infrastruktur.
Die Diskussion erinnert an frühere Debatten rund um Solarmodule, Telekommunikationsnetze und strategische Lieferketten.
Für Europa stellt sich zunehmend die Frage, wie viel internationaler Wettbewerb gewünscht ist und gleichzeitig wie viel technologische Eigenständigkeit für die Versorgungssicherheit erforderlich bleibt.
Die Energiewende entwickelt sich damit immer stärker zu einem industrie-, wirtschafts- und sicherheitspolitischen Thema.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Europa versucht nicht, Energie dauerhaft billig zu machen. Europa versucht, Energie langfristig planbarer, stabiler und sicherer zu gestalten.“
🔎 Was bedeutet das für Energiemakler?
Praxis: Kundenfragen & Einwände im Mai

Wenn Unsicherheit auf Beratungsbedarf trifft
Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass Kunden in volatilen Marktphasen vor allem eines suchen: Orientierung. Viele Unternehmer verfolgen die Nachrichtenlage sehr genau und stellen sich die Frage, welche Auswirkungen geopolitische Ereignisse, steigende Beschaffungskosten und neue regulatorische Vorgaben auf ihre Energiekosten haben.
Die folgenden Fragen begegnen Energiemaklern derzeit besonders häufig.
1. „Die Preise sind in den letzten Wochen gestiegen. Sollte ich lieber noch warten?“
Antwort:
Niemand kann kurzfristige Marktbewegungen sicher vorhersagen. Wer auf fallende Preise spekuliert, geht immer auch das Risiko weiterer Preissteigerungen ein. Entscheidend ist nicht der perfekte Zeitpunkt, sondern ein Angebot, das zur aktuellen Situation und Planung des Unternehmens passt.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch
„Die Energieversorger schauen heute genauer hin. Gute Daten und vollständige Unterlagen werden immer wichtiger.“
2. „Warum bekomme ich heute weniger Angebote als noch vor zwei Jahren?“
Antwort:
Antwort:
Viele Energieversorger prüfen heute deutlich genauer, welche Kunden sie beliefern möchten. Bonität, Branche, Verbrauchsprofil und Unternehmensstruktur spielen eine größere Rolle als früher. Gleichzeitig kalkulieren viele Anbieter aufgrund der aktuellen Marktlage vorsichtiger.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Die Energieversorger schauen heute genauer hin. Gute Daten und vollständige Unterlagen werden immer wichtiger.“
3. „Wenn die Börsenpreise teilweise fallen, warum wird mein Stromvertrag nicht automatisch günstiger?“
Antwort:
Der Energiepreis ist nur ein Bestandteil der Gesamtkosten. Netzentgelte, staatliche Abgaben, Beschaffungsstrategien und Risikozuschläge beeinflussen den Endpreis ebenfalls erheblich. Deshalb kommen sinkende Börsenpreise nicht immer vollständig beim Kunden an.
➡️ Kurz & klar im Kundengespräch:
„Der Börsenpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Die tatsächlichen Energiekosten entstehen aus vielen einzelnen Bausteinen.“
🔎 Was das für Energiemakler bedeutet
👉 Gerade in unsicheren Marktphasen suchen Kunden weniger nach dem günstigsten Preis und stärker nach einer verlässlichen Einschätzung. Wer Entwicklungen verständlich erklärt, Fragen souverän beantwortet und Orientierung bietet, schafft Vertrauen – und Vertrauen bleibt der wichtigste Erfolgsfaktor im Vertrieb.
Inside enermakler: Makler Mindset – Maklerführung im Markt – Ruhe bewahren, wenn Märkte nervös werden

